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Burgenland- Vielfalt des Streuobstbaus

Im Burgenland gibt es zahlreiche Initiativen, die sich mit Streuobst beschäftigen. Sei es mit der Erhaltung der Streuobstwiesen bzw. -bestände, mit der Sortenbestimmung der Bäume, mit der Verarbeitung des gewonnenen Obstes oder mit der Vermarktung. Auch die sechs von der Landesregierung verordneten Naturparke bzw. Landschaftsschutzgebiete tragen zur Erhaltung der Streuobstwiesen bzw. Streuobstbestände bei. Die Naturparke mit ihren Artenreichtümern an Tieren und Pflanzen laden auch mit einer Fülle an Möglichkeiten ein, sich die Freizeit in der Natur attraktiv zu gestalten.

Streuobstbau im Südburgenland

Die wichtigste Obstart der Streuobstgärten im Südburgenland ist der Apfel, an zweiter Stelle liegen Zwetschken und Pflaumen. Birnen sind von geringerer Bedeutung, etwa 1/3 davon sind Mostbirnen. Unter den sonstigen Obstarten sind am häufigsten Nuss und Kirsche.

Naturpark Raab-Örség-Goricko

Der einzige trilaterale Naturpark Europas liegt im südlichsten Winkel des Burgenlandes eingebettet zwischen der Lafnitz im Norden, dem Stadelberg an der slowenischen Grenze im Süden und der prägenden Aulandschaft der Raab. Die besondere Eigenschaft dieser Grenzregion ist Vielfalt - Vielfalt der Natur, der Landschaftsformen, der Sprachen und Kulturen, der bodenständigen Speisen und Getränke. Die Landschaft ist gekennzeichnet durch schmale, lang gestreckte Felder, Wiesen und Wälder sowie Weinberge und Obstgärten, umrahmt von entlegenen Höfen und Streusiedlungen.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.naturparkraab.at/cms/index.php

Naturpark in der Weinidylle

Der Naturpark in der Weinidylle befindet sich in der östlichen Hälfte des Bezirkes Güssing im unteren Strem- und Pinkatal. Die hügelige Landschaft mit kleinen Wiesen und Feldern, Auwäldern und Feuchtwiesen, lichten Hutweiden und alten Eichenhainen ist für den Naturpark charakteristisch. Daneben begeistern auch die Schachblumen- und Pfeifengraswiesen und die artenreiche Vogelwelt von Moschendorf wie Wiedehopf, Raubwürger und Weißstorch. Der Naturpark steht ganz im Zeichen des Weinbaus und wird durch die klein strukturierten Weingärten geprägt. Auch die romantischen Kellerviertel mit ihren Weinkellern, von denen viele noch das traditionelle Strohdach besitzen, sind ein ganz besonderer Reiz dieser Landschaft. Zahlreiche Vinotheken laden zum Verkosten ein.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.naturpark.at/

Naturpark Geschriebenstein-Irottkö

Charakteristisch für den 1996 gegründeten grenzüberschreitenden Naturpark rund um den höchsten Berg des Burgenlandes sind die großen, zusammenhängenden Eichen- und Hainbuchenwälder. Mit einer Fläche von rund 8500 ha auf österreichischer Seite bietet dieser eine Vielzahl an Attraktionen und ladet Besucher ein, Wissenswertes über die Natur zu erfahren und diese einzigartige Kulturlandschaft zu erleben. Auch alte Traditionen werden geschätzt und so setzt sich das Naturparkmanagement für die Wiederbelebung des alten Handwerks ein. Der Tierreichtum spiegelt sich u.a. am Vorkommen vieler seltener Heuschrecken-, Schmetterlings- und Spinnenarten wider, sowie durch eines der bedeutendsten Fledermausvorkommen des Burgenlandes.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.naturpark-geschriebenstein.at/

Streuobstbau im Mittelburgenland

`Lebendiger Noplerberg- Biri´, Stoob

Das Landschaftsschutzgebiet rund um das „Biri“ (mundartlich scherzhaft für „Gebirge“, eher „Hügel“) beherbergt mit etwa 100 ha das größte zusammenhängende Streuobstwiesengebiet des Burgenlandes. Das Gebiet ist von herausragender naturschutzfachlicher und landschaftlicher Bedeutung. So werden Im Rahmen eines Leader- Projektes Maßnahmen gesetzt, um das „Biri“ langfristig zu erhalten. Mit rund 3800 alten Obstbäumen ist der Baumbestand durch eine große Vielfalt gekennzeichnet. Von den Obstarten haben Birnen, Kirschen, Zwetschken, Pflaumen, Äpfel sowie auch Edelkastanien und Speierling Bedeutung. Laut naturschutzfachlichen Erhebungen beherbergt das „Biri“ ca. 140 Obstsorten, 98 Vogel-, 170 Käfer-, 98 Spinnen-, 65 Tagfalter- und 9 Fledermausarten. Diese bestätigen die besondere Bedeutung des Gebietes. Besonders wertvoll erweist sich der hohe Anteil an Altbäumen, die mit ihrem Totholz und den Baumhöhlen einen Lebensraum für viele Tiere bilden. Auf Basis dieser naturschutzfachlichen Erhebungen wird für das gesamte Gebiet ein Managementplan erarbeitet.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.stoob.at/sites/i_aktuelles_noplerberg.htm

Genussregion Mittelburgenländische Kästen und Nuss

Die sanft hügelige Landschaft des Mittelburgenlandes ist von Nuss- und Kastanienbäumen geprägt. Abgeschirmt im Norden vom Ödenburger Gebirge, im Westen vom Landseer Gebirge und im Süden vom Günser Bergland, kann sich das warme pannonische Klima ungehindert ausbreiten, in dem die Nüsse und Kastanien bestens gedeihen. Die Genussregionspartner bieten eine interessante Auswahl an Nuss- und Kastanienspezialitäten sowie eine Vielzahl regionaler Köstlichkeiten an.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.ge-nuss-region.at/

Naturpark Landseer Berge

Bei dem im Jahr 2001 eröffneten Naturpark mit den sechs Gemeinden Schwarzenbach, Kobersdorf, Markt St. Martin, Kaisersdorf, Weingraben und Draßmarkt steht bei der Entwicklung die Einbindung von Landwirtschaft, Gastronomie und Gewerbe im Vordergrund. Als alte Grenzregion ist dieses Gebiet reich an Ausgrabungen und Ruinen. Landschaftlich besonders interessant sind der Kleine Pauliberg, ein Basaltfelsen mit Altholzbeständen sowie der Heidriegel, ein naturnaher Eichen-Kiefern- Wald und das naturbelassene Rabnitztal.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.landseer-berge.at/

Edelkastanien (Rindenkrebs, Schutzprojekte)

Die Edelkastanienbestände sind akut vom Kastanienrindenkrebs, eine Erkrankung hervorgerufen durch den Schlauchpilz Cryphonectria parasitica, bedroht. Seine Pilzsporen werden v.a. durch den Wind verbreitet, aber auch durch kontaminiertes Werkzeug, infizierte Reiser und Setzlinge. Die Sporen dringen über Rindenverletzungen in den Baum ein. Der Kastanienrindenkrebs zerstört Rinde und Kambium, verstopft die Leitungsbahnen und bewirkt dadurch, dass der Baum oberhalb der Befallsstelle abstirbt. Seit Jahren setzt sich der Naturschutzbund Burgenland für die Erhaltung der alten Edelkastanienbäume ein und versucht über Pflanzaktionen zur Sicherung des Bestandes und Verbreitung der Kastanie beizutragen. Im Zuge eines LEADER- Projektes wird eine Paste hergestellt, mit der die Befallsstellen des Rindenkrebses behandelt werden können. Bei fachgerechter Anwendung und Übereinstimmung des Pilzstammes kann der Pilz wieder ausheilen bzw. der Baum stirbt nicht mehr ab. Im Zuge dieses Projektes werden auch Vorträge in Gemeinden mit Kastanienbeständen abgehalten und auch Einschulungen im Gebrauch mit der Antikastanienrindenkrebs-Paste durchgeführt.

Kontakt und Information: DI Dr. Anton Stefan Reiter Edelkastanienprojekt des Naturschutzbundes Burgenland E- Mail: anton_stefan@boku.ac.at

http://www.naturschutzbund-burgenland.at/de/projekte/lebensraumschutz/344-edelkastanie.html

Streuobstbau im Nordburgenland

Naturpark Rosalia- Kogelberg

Der jüngste burgenländische Naturpark mit einer Größe von etwa 7500 ha umfasst 13 Gemeinden im Bezirk Mattersburg und ist durch die Gebirgszüge des Ödenburger- und des Rosalien-Gebirges sowie durch das Wulkatal gekennzeichnet. Hecken und Streuobstwiesen sind die prägenden Hauptelemente dieser Kulturlandschaft. Das Leader-Projekt „Bildungsprojekt Streuobst“ hat sich die Bewahrung und Förderung dieser landschaftstypischen Lebensraumelemente zum Ziel gesetzt. Durch ein breit gefächertes Vortrags- und Exkursionsprogramm soll auf die ökologische Bedeutung von Hecken und Streuobstwiesen hingewiesen und ein langfristiges Verständnis für die Wichtigkeit dieser Lebensraumtypen geschaffen werden. Gleichzeitig soll der Anreiz geweckt werden, diese Lebensräume zu erhalten und zu pflegen. Das Vorhandensein als Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten war Grundlage für die Ausweisung als Natura 2000-Gebiet und für die Verordnung eines großzügigen Landschaftsschutzgebietes. Das Vogelschutzgebiet „Mattersburger Hügelland“ beherbergt das größte nationale Vorkommen der Zwergohreule in Österreich. Die Zwergoreule ist in Österreich akut vom Aussterben bedroht.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.rosalia-kogelberg.at/

Genussregion "Leithaberger Edelkirsche"

Die fünf Naturparkgemeinden Donnerskirchen, Purbach, Breitenbrunn, Winden und Jois haben sich zur Genussregion „Leithaberger Edelkirsche“ zusammengeschlossen. Die Region ist seit vielen Jahren als ‚Kirschblütenregion' bekannt, denn jedes Jahr im April erstrahlt sie in einer weißen Blütenpracht tausender Kirschbäume. Um die Erhaltung dieser zahlreichen, besonderen Kirschensorten zu gewähren und ein Aussterben zu verhindern wird besonders die Nachpflanzung in der Region gefördert. Voriges Jahr startete ein Projekt zur Erfassung und Erhaltung der regionaltypischen Kirschensorten. Dabei wurden die vorhandenen Kirschbäume kartiert und von den alten Bäumen, die Sorten bestimmt und beschrieben. Bis jetzt wurden 88 Kirschbäume erfasst, davon konnten16 Sorten identifiziert werden, darunter die seltenen Sorten wie `Donnerskirchner Blaukirsche´, `Frühbraune von Purbach´, `Heiderkirsche´ und `Joiser Einsiedekirsche´. Die gefundenen Sorten spiegeln die große Sortenvielfalt im Gebiet wieder. Im Mittelpunkt dieser Region aber stehen regionale Kirschenerzeugnisse. An die 20 Erzeuger und Direktvermarkter, sowie regionale Verkaufsstellen bieten eine große Palette von über 50 unterschiedlichen Kirschenprodukten wie Kirschensaft, Kirschbrandwürstel, Kirschnudeln, etc. an, welche ganzjährigen Kirschgenuss möglich machen. Zu den Aufgaben des Vereines zählen die Vermittlung von altem und neuem Wissen vom Kirschanbau bis zur Verarbeitung zu Kirschgenussprodukten sowie auch das Organisieren von verschiedenen Kirschenevents.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.edelkirsche.at/

Genussregion Kittseer Marille

Im panonnischen Klima zwischen Neusiedlersee und Donau gedeihen auf rund 110 ha Marillen. In der Kittseer Ortschronik wird erstmals im Jahre 1924 das großflächige Auspflanzen von Marillenbäumen erwähnt. Diese Bäume gediehen durch die örtlichen klimatischen Verhältnisse besonders gut und brachten Früchte mit herrlichem Aroma. Heute stehen auf ca. 180 Parzellen rund 30.000 Marillenbäume, die jährlich etwa 700.000 kg Kittseer Qualitätsmarillen tragen. Das außergewöhnlich fruchtige Aroma verdanken die Kittseer Marillen dem pannonischen Klima mit sehr heißen Sommern und der besonderen Bodenbeschaffenheit. Die Hauptsorte „Ungarische Beste“ ist bei unseren zufriedenen Kunden seit vielen Jahren bekannt und beliebt, da sie sich neben dem Frischgenuss am besten für Marmeladen und auch hervorragend zum Schnapsbrennen eignet. Daneben werden die schmackhaften und gesunden Früchte unserer Region zu Mehlspeisen wie Marillenknödeln, Kuchen und Strudeln verarbeitet. In letzter Zeit setzt sich auch die Herstellung von Marillennektar verstärkt durch. Dieser eignet sich besonders zum Mischen mit Mineralwasser oder Sekt. Ebenso wird als neues Produkt Marillenessig hergestellt. Auf rund 110 Hektar gedeihen im herrlichen Pannonischen Klima zwischen Donau und Neusiedlersee schmackhafte Marillen. Etwa 35.000 Bäumeder Sorte „Ungarische Beste“ sind gepflanzt. Neben der bekanntesten Sorte „Ungarische Beste“ werden in letzter Zeit auch neue Sorten ausgepflanzt, welche sich durch längere Haltbarkeit und Transportfähigkeit auszeichnen. Sie sind vor allem für die Vermarktung über den Handel gedacht.

Nähere Informationen finden sie unter: http://www.kittseer-marille.at/

streuobstbau_im_burgenland.txt · Zuletzt geändert: 2013/03/08 09:00 von verena

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http://ec.europa.eu/agriculture/rurdev/index_de.htm